Deutsche Banken für Krypto-Verwahrung und Vertrieb im Jahr 2020 zugelassen

Ab dem 1. Januar 2020 werden deutsche Banken gesetzlich ermächtigt, Kryptowährungen zu verkaufen und zu verwahren, wie das Handelsblatt berichtet.

Der Deutsche Bundestag hat am 29. November das neue Gesetz zur Änderung der vierten EU-Geldwäscherichtlinie verabschiedet. Der Gesetzentwurf wurde für die endgültige Version geändert, um es den Finanzinstituten zu ermöglichen, als Depotbank zu fungieren, unter der Bedingung, dass sie die entsprechende Lizenz erhalten. Frühere Iterationen des Wechsels erforderten von den Banken, Kryptowährungen bei Drittverwahrern zu lagern – da die Änderung spät im Laufe der Wechsel erfolgte, wurde auch die Frist für Finanzinstitute verlängert.

 

Deutsche Pioniere

Sven Hildebrandt, Partner bei Distributed Ledger Consulting in Hamberg, lobte den deutschen Gesetzgeber für seine Weitsicht und Initiative. Er sagte dem Handelsblatt: “Der deutsche Gesetzgeber spielt eine Vorreiterrolle bei der Regulierung der Krypto-Speicherung.”

 

Während Hildebrandt bekräftigt, dass der Schritt Deutschland in einen “Kryptohimmel” verwandelt, gibt es einige deutsche Branchenexperten, die sich nach dem neuen Gesetz mit dem Verbraucherschutz befassen. Niels Nauhauser’s sagte dem Handelsblatt, dass er Bedenken habe, dass die Verbraucher immer noch wenig Verständnis dafür haben könnten, wie Kryptowährungen funktionieren und welche Risiken mit der Branche verbunden sind, und dass institutionelle Banken falsches Vertrauen in Kryptowährungen haben könnten.

 

Nauhauser sagte: “Bisher war die Verteilung für die Banken nur über spezielle Anleihen möglich. Hier mussten sie ihre Kunden vorab über die Kosten und wichtige Anlegerinformationen informieren. Dies ist bei Direktverkäufen von Bitcoin nicht der Fall.”