Gold oder Bitcoin – Auch eine Frage des Alters?

Die Investitionsentscheidung für Gold oder Kryptowährungen ist zu keinem geringen Teil auch altersabhängig sagt Harald Seiz, Gründer und Geschäftsführer von Karatbars International.

Für Investoren ist es grundsätzlich nicht unüblich, sich für alternative Anlagemöglichkeiten zu interessieren, aber man kann bei einem Vergleich dieser beiden Werte einen Trend erkennen, dass ältere Anleger sich eher für Gold entscheiden, während jüngere Bitcoin als attraktivere Wertanlage betrachten.

Harald Seiz beobachtet diese Entwicklung bereits seit einigen Jahren und hält sie auch nicht für besonders überraschend. „Letztendlich erhoffen sich Anleger beider Anlagemöglichkeiten, dass sie die Dualität von einerseits steigendem Wert und anderseits potentem Zahlungsmittel erfüllen. Man findet hier also in der Anlagestrategie durchaus übereinstimmende Beweggründe in den verschiedenen Altersgruppen.“, meint Harald Seiz.

„Der Unterschied besteht darin, dass die jüngere Generation keine Angst vor der virtuellen Welt hat und ihr die teilweise anspruchsvollen digitalen Fundamente aus anderen Lebensbezügen durchaus bekannt sind. Etwas ältere Menschen, über 45 oder 50, haben hingegen ihre Schulzeit noch größtenteils Analog absolviert, ohne Internet und Smartphone. Bei dieser Altersgruppe ist es häufig so, dass Gold für sie die attraktivere Investition ist, weil sich ihnen Bitcoin und andere Digitalwährungen und die Technik, die dahinter steckt nicht, oder nicht so leicht, erschließen.“

Aktivitäten der Privatanleger sind unabhängig von Gold oder Kryptowährungen recht erfolgreich

Die Analysten von JPMorgan Chase & Co haben im Juni und Juli beobachten können, dass die älteren Altersgruppen neben Gold auch intensiv in Rentenfonds investiert haben, während für die Millennials zusätzlich zu Kryptowährungen wie Bitcoin auch Technologieaktien interessant waren. Der starke weltweite Anstieg von Aktien von knapp 50% seit März wird unter anderem auch von den Investitionen von Kleinanlegern in Kryptowährungen und in goldbasierten börsennotierten Fonds befeuert.
Insgesamt können sich die Investitionsentscheidungen der Kleinanleger mit den Anlageentscheidungen von institutionellen Investoren durchaus messen lassen.

Die jeweiligen Gewinnmargen liegen auf gleichem Niveau. Von dynamischen Optionsscheinen bis hin zu konservativeren Aktienkäufen scheinen Kleinanleger auch eigene, von Experten und Analysten unabhängige, Entscheidungen zu treffen. Dies sei eine sehr erfreuliche Entwicklung, meint Harald Seiz, der seit Jahren Seminare gibt und Gespräche mit Menschen führt, um sie zu ermutigen, an den Börsen mit klugen Kauf- und Verkaufsentscheidungen ihre Zukunft abzusichern. „Es gibt überhaupt keinen Grund, weshalb die „kleinen“ Leute nicht auch Erfolg an den Börsen haben können, wenn sie sich mit der Funktionsweise der Märkte befassen.“, fügt er hinzu.

Gold und Kryptowährungen sind auch zukünftig ein sicherer Hafen für Anleger

Börsennotierte Fonds für Gold und Bitcoin haben von jungen und älteren Anlegern über die letzten 5 Monate einen großen Zulauf erfahren. Beide Werte werden als besonders attraktiv gesehen, weil sie für die Investoren auch alternative Währungen sein können. Der Spotindex für den Dollar ist im gleichen Zeitraum um fast 2% gesunken. Hier stellt sich die Frage, ob dies nur eine Momentaufnahme ist, oder ob der Dollar und andere Fiat-Währungen am Anfang einer längeren Durststecke stehen.
Seiz ist überzeugt davon, dass die Kleinanleger, egal ob jung oder alt, mit Blick auf die globale Wirtschaft einen immer besseren Blick dafür haben, was sie tun müssen, um sich gegen die vielen Unwägbarkeiten in Politik und Wirtschaft zu schützen. Die Investition in Gold und Kryptowährungen wie Bitcoin sind ein vernünftiger Schritt in diese Richtung.