Volvo implementiert Blockchain-Rückverfolgbarkeit von Kobalt für Elektroautobatterien

Volvo wird der erste Automobilhersteller sein, der die Blockchain-Technologie einsetzt, um das in seinen Batterien verwendete Kobalt weltweit zu verfolgen. 

“Wir haben uns schon immer zu einer ethischen Lieferkette für unsere Rohstoffe verpflichtet”, sagte Martina Buchhauser, Leiterin der Beschaffung bei Volvo.

“Mit der Blockchain-Technologie können wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten den nächsten Schritt zur Sicherstellung der vollständigen Rückverfolgbarkeit unserer Lieferkette und zur Minimierung der damit verbundenen Risiken unternehmen.”

Die Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen, die bei der Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien verwendet werden, wie beispielsweise Kobalt, ist eine der größten Herausforderungen für die Automobilhersteller im Bereich der Nachhaltigkeit. Volvo verpflichtet sich zur vollständigen Rückverfolgbarkeit und stellt sicher, dass Kunden elektrifizierte Volvos fahren können, da sie wissen, dass das Material für die Batterien verantwortungsvoll bezogen wurde.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gibt detaillierte Empfehlungen ab, um Unternehmen bei der Achtung der Menschenrechte zu unterstützen und durch ihre Entscheidungen und Praktiken beim Einkauf von Mineralien nicht zu Konflikten beizutragen. Die OECD Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains of Minerals from Conflict-Affected and High-Risk Areas ist global angelegt und gilt für alle mineralischen Lieferketten.

Die Blockchain-Technologie, die ein transparentes und zuverlässiges gemeinsames Datennetz aufbaut, erhöht die Transparenz der Rohstofflieferkette erheblich, da die Informationen über die Herkunft des Materials nicht unbemerkt verändert werden können.

Volvo hat nun eine Vereinbarung mit seinen beiden globalen Batterielieferanten CATL of China und LG Chem of South Korea sowie führenden globalen Blockchain-Technologieunternehmen getroffen, um die Rückverfolgbarkeit von Kobalt ab diesem Jahr umzusetzen. Die Technologieunternehmen Circulor und Oracle betreiben die Blockchain-Technologie nach einem erfolgreichen Pilotprojekt Anfang des Sommers in der gesamten Lieferkette von CATL, während das Responsible Sourcing Blockchain Network (RSBN) zusammen mit den verantwortlichen Sourcing-Spezialisten RCS Global und IBM die Technologie in der Lieferkette von LG Chem einführt.

In diesem speziellen Fall beinhalten die Daten im Blockchain die Herkunft des Kobalts, Attribute wie Gewicht und Größe, die CoC und Informationen, die belegen, dass das Verhalten der Teilnehmer mit den OECD-Lieferkettenrichtlinien übereinstimmt. Dieser Ansatz trägt dazu bei, Vertrauen zwischen den Teilnehmern entlang einer Lieferkette zu schaffen.

Volvo hat letzten Monat den XC40 Recharge auf den Markt gebracht, den ersten einer aufstrebenden Familie von vollelektrischen Autos unter dem Banner Recharge. Bis 2025 rechnet das Unternehmen damit, dass die Hälfte seines weltweiten Umsatzes aus Elektroautos und der Rest aus Hybriden besteht. Im vergangenen Monat hat Volvo auch einen ehrgeizigen Klimaplan vorgestellt, der eine radikale Reduzierung der CO2-Emissionen um 40 Prozent pro Fahrzeug bis 2025 sowie ein fortgesetztes Engagement für ethisches Handeln in allen Bereichen des Unternehmens und der Lieferkette beinhaltet.

CATL und LG Chem sind renommierte Batteriehersteller, die über langjährige und erfolgreiche Erfahrungen bei der Lieferung von Lithium-Ionen-Batterien an die globale Automobilindustrie verfügen. Sie erfüllen die strengen Beschaffungsrichtlinien von Volvo in Bezug auf Technologieführerschaft, verantwortungsvolle Lieferketten, Reduzierung der CO2-Emissionen und wettbewerbsfähige Kostenmodelle.

Die Vereinbarungen zwischen Volvo, CATL und LG Chem umfassen die Lieferung von Batterien für die nächste Generation von Volvo- und Polestar-Modellen, einschließlich des XC40 Recharge.